Das Schaufenster ist mehr als eine Visitenkarte. Es kann zeigen, was einen erwartet, vor allem kann es vorab aber dafür sorgen, dass das Geschäft entdeckt wird.

Schaufenster-Nahwirkung, Details bis hin zum Preis der einzelnen dargestellten Produkte sind wichtig.
Die Fernwirkung soll Neugier auslösen, Konsumenten anlocken, Konsumenten zum Anhalten bewegen.
Die Ware, Licht, Farbe, die Gesamtkomposition tragen dazu bei, dass genau das geschieht. Ideal eingesetzt, ist es ein fantastisches Kommunikationsmittel und der erste Verkäuferkontakt.

Denn Schaufenster können Impulskäufe auslösen. 40% der Kunden kaufen gezielt Produkte aus dem Schaufenster.* Sie sind die Zweitplatzierung auf/an der Einkaufssstraße. Sie setzen Akzente, d.h. sie können bei der Suche unterstützen. Dabei gilt weniger ist mehr, denn nur schnell erfassbare Angebote sind erfolgreich. Frequentierte, wuselige Einkaufsstraßen bieten keinen Ort der Ruhe. Viele Juweliere haben das noch nicht verstanden. D.h. maßlose Überfüllung, die den vermeintlichen Interessenten überfordern und sein Zeitkontingent schamlos in Anspruch nehmen.
Genau das Gegenteil – die all-weihnachtliche Schaufensterdekoration in der Galerie Lafayette in Paris.

Noch viel zu selten genutzt wird die Verbindung zur digitalen Welt. Ergänzende Informationen, die ich mit meinem Smartphone abrufen kann, bis hin zum nächtlichen Shopping direkt am Schaufenster, das zum Touchscreen umfunktioniert wird – sind erste Ansätze.

* Quelle: Studie „Der Einfluss vom Schaufenster auf die Erwartung der Konsumenten“, Studie von Sabine Flies und Sarah Kuderna, 2007