UNSERE MEINUNG

An dieser Stelle sagen wir ganz subjektiv unsere Meinung.

Virtuelle Realität, 3D, AR – und wir mittendrin

Nein, auch wir wussten anfangs nicht wirklich, wie wir den exakten Unterschied zwischen 3D-Film, VR-Anwendung und Augmented Reality-Apps in simple Worte der Erklärung fassen sollten. Das änderte sich jedoch schlagartig, sobald die ersten Kundenanfragen – zunächst aus reinem Interesse, später zu konkreten Projekten – bei uns ankamen.

Wir haben den Kampagnen-Dreh eines 360°-VR Films in 3D für einen Kunden zum Anlass genommen, um uns sowohl den Unterschieden der einzelnen Techniken im Detail zu widmen, als auch den unendlichen Möglichkeiten in einem intensiven Selbsttest auf die Spur zu kommen.

Und wirklich: je nach Anwendung, Film oder Technik ist vom glücklich begrinsten Schwindel inklusive Umfallen, bis hin zum „nach 10 Sekunden die Lust verlieren“ alles möglich.

Oculus Rift, Epson Moverio, Avegant Glyph … so futuristisch die Namen der immer zahlreicher erscheinenden VR-Brillen sind, so komplex ist die Technik dahinter – und der Unterschied der ausgegebenen Qualität. Entscheidend ist auch beim Einsatz Virtueller Realität die genaue Zielgruppendefinition sowie das dazu gehörige, sauber definierte Ziel. VR als Selbstzweck wird nicht funktionieren. Gerade erklärungsbedürftige Produkte oder komplexe Zusammenhänge, die sich dem Adressaten – egal ob B2B oder B2C – nicht ohne Weiteres in klassischer Manier darlegen lassen, sind prädestiniert für eine VR-Umsetzung.

Dieselbe Obacht gilt für die Auswahl der jeweils richtigen Technik. Reicht für den bloßen Wow-Effekt, und eine quantitative Aussendung an eine definierte Zielgruppe, ein individuell gestaltetes Google Cardboard aus Wellpappe, in die das eigene Smartphone mit YouTube-Link eingeschoben wird, darf es für den vollen Genuss auf einer Messe oder in einem Showroom auch gerne ein bisschen mehr sein. Rechnergestützte High-End-Brillen wie die HTC Vive oder die etwa halb so teure Oculus Rift bieten das volle Programm inklusive 3D-Sound.

Als Produzent von 3D-Filmen muss man sich allerdings noch weitaus mehr, als beim klassischen Film mit der Technik hinter der Story beschäftigen – und das natürlich vor der eigentlichen Produktion. Gerade bei aufwendigen Postproduktionen ist ein hoher Grad an Abstraktionsvermögen gefragt, wenn man mit den Schauspielern zwischen Greenscreens und robotergestützten, sich wie von Geisterhand bewegenden Kamera-Armen, in einem ansonsten oft komplett leeren Set steht.

Schon immer galt es in der Werbe- und Medienbranche aktuelle technische Fortschritte für spannende Kommunikationskampagnen nutzbar zu machen. Wir wagen hier jedoch einmal zu behaupten, dass die Innovationsdichte und die damit verbundene Notwendigkeit, sich den neuen Möglichkeiten zu stellen, durch die Etablierung des Internets selten größer war, als derzeit. Eine Herausforderung, der wir uns mehr als gerne stellen – denn jenseits aller Arbeit macht das Ganze auch noch unglaublichen Spaß!

Ein Jahr in vier Tagen

Wenn man besondere Ideen für eine Promotion hat, braucht man auch besondere Bilder – und die besonderen Menschen, die einem helfen, beides umzusetzen. 

Anfang November haben wir in Zusammenarbeit mit unserem Kunden WAREMA die Weichen gestellt, für dessen neue Kampagne. Im Hamburger Foto-Studio Studio Grashoff & Jank hat unser WAREMA-Team, zusammen mit der Leiterin Markenmanagement und dem Team des Fotografen Andreas Wemheuer, an vier intensiven Shootingtagen das innovative Fotokonzept umgesetzt.

WAREMA ist schon alleine per Claimdefinition der SonnenLichtManager und somit der Experte für wohnliche Beschattungen aller Art. Nach der von uns erdachten „WonfühlZimmer“-Kampagne für Terrassenmarkisen, ging es dieses mal um das wichtige High-End-Segment der Raffstoren. Das im Volksmund eher als Außen-Jalousie bekannte Produkt, sorgt für die immer perfekte Tageslichtdosierung und schafft so mit maximaler Energieeffizienz das perfekte Wohlfühklima.

Die besondere Herausforderung bestand darin, die unterschiedlichen Jahreszeiten im unterschwellig surrealen Kommunikationskonzept so unterzubringen, dass eine stringente, aber immer spannende Erzählstruktur über 12 Monate hinweg möglich ist. Wiedererkennbarkeit bei gleichzeitiger Wandelbarkeit waren somit auch die großen Herausforderungen an Fotograf und Setbauer. „Natürlich hätte der Kunde sich auch für ein anderes, einfacheres Konzept entscheiden können. Allerdings bin ich sehr froh, dass es genau dieses geworden ist“, sagte unsere Beraterin Shirin hierzu mehr als einmal.

An jedem der vier Tage stand eine andere Jahreszeit zusammen mit den Raffstoren im Mittelpunkt des Geschehens, was auch dadurch ermöglicht wurde, dass der wirklich großartige Setbauer und Studioinhaber das Set über Nacht umbaute, so dass die Crew sich ab frühmorgens um die Details kümmern konnte.

Der Running Gag und Abschluss eines jeden Shooting-Tages wurde der Ausruf unseres ADs Markus: „Ich habe geweint, wir sind fertig“, was nichts anderes meinte, als dass man den Schuss – von dem er nicht sicher war, ob er sich jenseits von digitaler Postproduktion so perfekt ermöglichen ließe, wie es das Konzept vorsah – definitiv im Kasten hatte. Durfte man sich im Vorfeld durchaus die eine oder andere Sorge über die besonderen Herausforderungen machen, die ein Shooting mit unter anderem Kindern sowie Tieren nun einmal mit sich bringen kann, so wurden wir an jedem einzelnen Tag, auf äußerst angenehme Weise, eines besseren belehrt. Die Freudentränen flossen glücklicherweise regelmäßig, so dass die Stimmung am Set im Grunde mit jedem Tag und somit mit jedem weiteren Motiv besser wurde.

Am Ende blieb die erfrischende Erkenntnis, dass ein Kunde, der mutig und selbstbewusst genug ist, ein ungewöhnliches Konzept der Agentur für sich umzusetzen, und ein gut zusammengestelltes Team – angefangen bei der Fotomannschaft, den Visagisten und Stylisten, über die goldrichtige Auswahl an professionell agierenden (menschlichen wie tierischen) Models, bis hin zum perfekten Umsetzungsort – alles erreichen können. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und werden, beginnend in diesem Winter, in den nächsten 12 Monaten in einer groß ausgerollten Kampagne ihre Wirkung entfalten.

Stationärer Handel muss zum Erlebnisort werden – gähn …

Wow! – welche Neuigkeit, die heutzutage in der E-Commerce Szene die Runde macht. Da sind einige Leute so up to date, dass sie diese Notwendigkeit, die vor 25 Jahren bereits ausgerufen wurde, jetzt für schön und sinnvoll erachten und groß auf Veranstaltungen und in den Medien herausschreien.

Aber der Reihe nach …
In den 90er fehlte dem Handel der Unterhaltungswert – er war verkommen zur reinen Warenpräsentationsstelle. Nur noch bereit, Ware gegen Geld zu tauschen.

In dieser Zeit kam das Thema Erlebniseinkauf auf. Verschiedene Ideen und Konzepte wurden entwickelt, so z.B. der Goretex Rainroom – Regen, Wind und Kälte im geschlossenen Raum, im Geschäft – aushalten und erleben mit den Produkten von Goretex.

Oder Reisebüros, die zum Beach werden sollten – Sand, Klappstühle, Verkaufspersonal in Bermudas und Hawaiihemd.
Und nicht zu vergessen – der große Vorreiter aus Seattle – REI Outdoor Sports. Die Jungs hatten es schon damals richtig drauf. Es gab nicht nur eine einfache Kletterwand, sondern es gab wirklich einen Kletterberg. Im Glaskasten auch von außen einsehbar. Es gab einen Outdoor-Parcours für Mountainbikes. Das Lagerfeuer war der Treffpunkt für die ganze Familie. Alles konnte ausprobiert, aufgebaut und gemacht werden. Es stand reichlich Fläche zur Verfügung. Aber die Jungs sind noch weitergegangen. Sie haben nur Mitarbeiter eingestellt, die mindestens eine der Outdoor-Sportarten selbst betrieben haben, die auch im Outlet angeboten wurde – das sorgte für authentische Beratungsleistung.

Ansätze gab es viele, nachhaltig erfolgreich umgesetzt wurden aus unserer Sicht wenige. Man glaubte nicht an diese Form der Unterhaltung beim Einkauf, um den Absatz zu steigern.

Und heute.
Heute redet jeder vom notwendigen Mehrwert gegenüber Online-Shopping. Erlebnisse, die digital noch nicht zu vermitteln sind, wären eine echte Waffe.
Oder die die digitale Welt in die erlebbare transportiert …. „Jede Woche eine neue Welt!“